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Eine Idee von Frank Egholm

Vögel schnitzen

Nr 188 | August 2015

Seit dem Frühling haben sie uns mit ihrem Gesang erfreut, erheitert, ab und an auch getröstet. In den Sommer­monaten können wir nun nicht nur besonders gut im Freien dem Vogelgezwitscher lauschen, wir können draußen zudem selbst kreativ werden – beispielsweise schnitzend. Der dänische Werklehrer Frank Egholm hat eine Fülle von Ideen und Anleitungen zusammengestellt – wie die Folgende, deren Vogelarten im Winter auch nicht gen Süden ziehen. (mak)

Vogel mit einem Schwanz aus Spänen
Der Vogel kann als Hahn, aber auch mit einer etwas einfacheren Kopfform angefertigt werden. An den passenden Stellen eventuell die Rinde belassen, um die Flügel darzustellen.

Material
Astholz mit einer Astgabel (siehe Zeichnung), Hauptstück mit einem Durchmesser von 2,5 – 3,5 cm und so lang, dass man es gut halten kann. Der Teil der Astgabel, die später den Schwanz bildet, muss länger sein als der Schwanz selbst, da man auch hier ein Haltestück braucht, um die Späne schnitzen zu können.

So wird’s gemacht
Das Astholz auf die passende Länge sägen. Zunächst den Kopf, dann den Körper des Vogels fertigen, indem man in die Unter­seite des Vogels einschnitzt.
Das Schwanzstück an den Seiten verschmälern, aber nicht an
der Ober­seite, damit noch genug Holz da ist, um die Späne zu schnitzen. Die Späne werden angefertigt (siehe Foto), indem man das Werkstück an dem zusätzlichen Schwanzstück hält und das Messer mit dem Daumen vorwärtsschiebt.
Lässt man das Astholz ein, zwei Tage trocknen, bevor man die Späne schnitzt, sind auch lockenförmige Späne kein Problem. Die Form des Schwanzes zurechtschnitzen. Den Vogel eventuell anmalen.

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